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Kontaktbrief: Zusammenarbeit und Perspektiven in Zeiten der Corona-Pandemie

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte stellen Sie sich für einen Moment folgendes Zukunfts-Szenario vor: in wenigen Tagen oder Wochen gibt Gesundheitsminister über die Medien grünes Licht und das Social Distancing hat ein Ende.

Uns allen wäre das zu wünschen. Die Einschränkungen des sozialen Lebens wären aufgehoben und all die vielen unsichtbaren Mauern der Vernunft würden fallen.

„Uff, überstanden!“ nochmal mit einem blauen Auge – manche mit zweien – davongekommen.

Jetzt wieder ganz schnell zurück zur Normalität … aufstehen, positiv denken, nachholen, weitermachen.

Was das für jede und jeden konkret bedeutet, weiß er oder sie selbst am besten.

Aber wie schnell sind dann diejenigen Effekte in Vergessenheit geraten, die wir in der Zeit der gesundheitsbedingten Isolation kennen- und vielleicht sogar schätzen gelernt haben? Groß ist die Gefahr, wegen der Sehnsucht nach Normalität wieder in alte Gewohnheiten und unhinterfragte Selbstverständlichkeiten zurückzufallen.

Vielleicht haben wir uns gar nicht genügend Zeit genommen, diese positiven Effekte bewusst wahrzunehmen, zu erkennen und uns zu merken, sondern waren zu sehr damit beschäftigt, im Schock zu verweilen, uns gegen das Schicksal aufzulehnen, panisch zu retten, was noch zu retten ist oder in einer Ohnmacht zu verharren.

Eine meiner Coaching-Kundinnen inspirierte mich kürzlich: in ihrem Umgang mit der Corona-Krise sah sie eine Analogie zu den, von Elisabeth Kübler-Ross beschriebenen Trauerphasen von Hinterbliebenen, die auch von Kurt Levin in seiner Change-Kurve adaptiert wurde und weithin bekannt sein dürfte. Am Ende weist diese Kurve beide Male einen positiven Effekt aus.

Es ist nicht zu spät, die Corona-Pandemie-Krise auch als „Teachable Moment“ zu verstehen und zu versuchen zu erkennen, welche wertvollen Erkenntnisse wir aus dieser Zeit jenseits von Gewohnheiten und einem „wir haben das schon immer so gemacht“-Mindset in die Zukunft mitnehmen können und welche Lehren wir daraus ziehen wollen.

Einige Zitate aus kürzlich geführten Gesprächen mit meinen Kund*innen und Kolleg*innen, die das veranschaulichen und die Ihnen vertraut vorkommen mögen:

  • „Online-Meetings sind viel fokussierter als persönliche Meetings“
  • „Wenn’s sein muss, geht Homeoffice also doch“
  • „Ich hätte nie gedacht, dass unsere träge, öffentlich-rechtliche Organisation so schnell auf digital umstellen kann“;
  • „Trotz physischer Distanz ist die Fürsorge und das Interesse aneinander deutlicher spürbar“
  • „Da wir gezwungen waren, uns remote abzustimmen, wusste ich viel besser Bescheid über dieAktivitäten der Kolleginnen und Kollegen“
  • „In dieser Krise habe ich gelernt, wie unsicher die Realität ist“
  • „Ohne Corona hätte ich als Chef nie so konsequent und entschlossen entschieden“;
  • „Erstaunlich, wie viel auch ohne Geschäftsreisen möglich ist“
  • „Ohne Vertrauen in die Eigenverantwortung meiner Mitarbeiter wäre ich in dieser Zeit verrückt geworden“
  • „In Teilen leben wir jetzt Agilität im Ernstfall“
  • „Für das Vorantreiben der digitalen Transformation ist die Pandemie sehr lehrreich“

Machen wir uns daran, jetzt den Gewinn aus der Krisenerfahrung zu erhalten und zu nutzen. Sammeln wir gemeinsam die Erkenntnisse aus der Ausnahmesituation der letzten und der nächsten Wochen bewusst ein.

Mein Vorschlag:

  • Nutzen wir den Teachable Moment, damit diese Pandemie neben allem Tragischen auch etwas Positives hinterlässt. Sie hat auch das Potenzial, längst überfällige Veränderungen nicht nur zu denken, sondern auch umzusetzen.
  • Geben Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Aufgabe, einen Teil Ihrer Arbeitszeit – so wie es z.B. bei Google schon länger gelebt wird – dafür zu nutzen, positive und negative Beobachtungen aus dieser Zeit zu notieren.
  • Verabreden sie sich in kleineren Zirkeln in Meetings und tauschen Sie sich über die Erkenntnisse aus. Hierfür bieten sich aktuell online-whiteboards an.
  • Denken Sie jetzt schon für die Zeit nach der Pandemie-Krise. Entwerfen Sie einen Plan A und mindestens einen Plan B für ihr Unternehmen.
  • Vergessen Sie nicht die Rückkehr aus der sozialen Isolation zu feiern.

Mein Angebot für Sie:

Gerne biete ich Ihnen an, sich mit mir gemeinsam auf den Weg zu machen und erste Schritte einzuleiten. Als Coach, Moderator und Berater in Ihrer Organisation stehe ich Ihnen dabei gerne inspirierend zur Seite. Gemeinsam denkt es sich besser, rufen Sie mich an!

„Walk & Talk 2020“, ein Workshop in Zeiten des Social Distancing:

eine geführte Wanderung von der inneren und äußeren Gegenwart in die gemeinsame Zukunft,

physisch getrennt und im Geiste doch vereint, mit anschließendem Austausch via zoom.com

 

Es grüßt Sie herzlich

Christoph Burkhardt                                                                                 Göttingen im April 2020

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